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12

Jul 2016

Mona fühlt sich beim SVÖ längst heimisch – Monoliza, Bledar, Rudina und Andi Aliko aus Albanien suchen Asyl in Menden

Unglaublich, dass Monoliza vor zehn Monaten noch kein Wort Deutsch sprechen konnte. Inzwischen besucht die 14-Jährige das Walburgisgymnasium, ebenso wie ihr jüngerer Bruder Bledar. Gemeinsam mit ihren Eltern Rudina und Andi Aliko sind die beiden im vergangenen Jahr aus Albanien als Asylsuchende nach Deutschland gekommen. Seit ein paar Monaten wohnen sie am Papenbusch. In Menden fühlt sich die Familie längst heimisch.

Monolizas Augen leuchten, wenn sie von ihrem Fußballverein, dem SV Oesbern, erzählt. Sie spielt in der B-Jugend, fährt nach der Schule mehrmals in der Woche mit dem Bus zum Training. „In der Schule habe ich schon Ballsportarten gespielt, aber hier zum ersten Mal auch im Verein“, erzählt sie. Anfangs klappte die Verständigung auf Englisch. Die Nachwuchs-Kickerin muss lachen: „Meine Mannschaft hat mir gesagt, dass sie durch mich jetzt auch besser Englisch kann.“

Talentierte Fußballerin

Mendens Integrationsbeauftragter Rüdiger Midasch, der die Familie seit ihrer Ankunft in Menden begleitet, ist von Monolizas Talent begeistert: „Ich habe mir ein Meisterschaftsspiel angeschaut, in dem sie mitgewirkt hat, sie ist eine tolle Fußballerin. Und die Atmophäre im Team ist unheimlich herzlich.“ Talent, ja, das bringt das Mädchen mit den braunen Locken und dem offenen Lachen nicht nur für den Fußball mit. Die 14-Jährige spielte bis vor wenigen Wochen auch aktiv Handball bei der HSG Menden-Lendringsen. Diesen Sport musste sie jetzt jedoch aufgeben, weil die Trainingstermine für Fußball und Handball parallel lagen. Künstlerisch begabt ist Monoliza außerdem – mit Bleistift bringt sie eindrucksvolle Zeichnungen zu Papier. Ihr zwölfjähriger Bruder geht einmal in der Woche zum Schwimmtraining. „Mit sehr guten Leistungen“, berichtet Rüdiger Midasch. Die vier Alikos liegen ihm besonders am Herzen. „Wenn es um Flüchtlinge geht, hört man leider oft negative Klischees“, sagt der Integrationsbeauftragte. Er kann von ganz anderen Erfahrungen berichten: „Ich begleite viele Familien, die vorbildlich und gebildet sind. Es sind wertvolle Menschen, und manche von ihnen sind sicher eine Bereicherung für Deutschland.“

Großes Potenzial

Zum Sprachkurs hatten Monoliza und Bledar ihre Eltern anfangs einfach begleitet. Die WBG-Lehrer, die für Flüchtlinge Deutsch ehrenamtlich unterrichten, wurden auf die Kinder aufmerksam, die schnell lernten und großes Interesse zeigten. „Sie haben das Potenzial der Kinder erkannt und waren dankenswerterweise schnell bereit, sich dafür einzusetzen, dass beide Kinder als Schüler zum Walburgisgymnasium gehen konnten“, erinnert sich Rüdiger Midasch. Seitdem besuchen Bruder und Schwester die fünfte bzw. achte Klasse des Gymnasiums.

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